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Technik

Bifaziales Solarpanel: nützlich oder Verkaufsargument

Ein bifaziales Modul produziert auf beiden Seiten. Vorausgesetzt, es gibt auch Licht auf der Rückseite.

PrinzipRealer MehrertragWann es sich lohnt

Ein bifaziales Modul ersetzt die blickdichte Rückseitenfolie durch eine zweite Glasscheibe. Die Zellen fangen so auch das Licht auf, das von der Fläche unter den Panels reflektiert wird. Das Prinzip ist solide; der Nutzen hängt ganz von der Unterlage ab.

Le module standard du résidentiel suisse

1,13 m1,76 m440 Wcpuissance courante2,0 m²par moduleenv. 5 m²par kilowatt-crête

Ces dimensions servent à tout : compter les modules qui tiennent sur un pan, estimer la puissance possible et vérifier qu'un devis est cohérent.

Wie es funktioniert

Die Vorderseite arbeitet normal. Die Rückseite empfängt diffuses Licht und vor allem das vom Boden reflektierte Licht, die sogenannte Albedo. Heller Kies reflektiert 20 bis 30 % der Strahlung, ein weisses Dach bis zu 60 %, frischer Schnee bis zu 80 %. Ein grüner Rasen hingegen reflektiert nur 15 bis 20 %.

L'inclinaison compte moins qu'on ne le croit

88 %94 %10°98 %20°100 %30°99 %40°91 %60°70 %90°Base 100 pour une inclinaison de 30 degrés plein sud, en Suisse romande.

Entre 10 et 50 degrés, l'écart reste inférieur à 6 %. Un toit peu pentu ne disqualifie pas un projet, contrairement à une orientation plein nord.

Der reale Mehrertrag je nach Unterlage

Unterlage unter den ModulenTypischer bifazialer Mehrertrag
Ziegeldach, integrierte Montage0 bis 2 %
Flachdach mit dunkler Membrane3 bis 5 %
Flachdach mit hellem Kies6 bis 10 %
Bodenstruktur auf Rasen5 bis 8 %
Bodenstruktur auf hellem Kies10 bis 15 %
Standort mit mehrmonatiger Schneedeckebis zu 20 % im Winter
Bifaziale Glas-Glas-Solarmodule auf erhöhter Struktur
Ohne Licht hinter dem Modul bringt das Bifaziale nichts.

Wann es sich lohnt

  • Auf dem Flachdach mit aufgeständerter Montage, mit heller Membrane oder Kies, deckt der Mehrertrag oft die Mehrkosten.
  • Am Boden oder als Solarcarport, wo die Rückseite gut frei liegt. Siehe Solarcarport.
  • In Höhenlagen, wo der Schnee am Boden in den Monaten, in denen die Produktion am meisten gebraucht wird, enorm viel Licht reflektiert.
  • Für die Langlebigkeit: Das Doppelglas widersteht Feuchtigkeit und Korrosion besser als die Polymerfolie, und die Garantien sind oft länger.

Wann es nichts bringt

Auf einem Schrägdach in paralleler Montage liegen die Module wenige Zentimeter über der Eindeckung. Die Rückseite erhält kaum Licht, und der Mehrertrag fällt auf null oder nahezu null. Das ist genau die Konfiguration der grossen Mehrheit der Schweizer Häuser.

Zu prüfen. Bifaziale Module sind schwerer, etwa 20 bis 25 kg pro Modul gegenüber 21 kg bei einem klassischen Modul, und ihre Unterkonstruktion unterscheidet sich. Bei einem älteren Dachstuhl sollte das vor der Wahl geprüft werden.

Häufige Fragen

Auf einem Schrägdach nein: Der Mehrertrag ist null und die Mehrkosten von 5 bis 10 % zahlen sich nicht aus. Auf aufgeständertem Flachdach oder am Boden ja: Der Mehrertrag von 6 bis 15 % rechtfertigt es in der Regel.

Zwischen 5 und 12 % mehr als ein monofaziales Modul gleicher Leistung, ein Unterschied, der von Jahr zu Jahr kleiner wird.

Das Doppelglas widersteht Feuchtigkeit, Ammoniak und Salz besser als die Polymer-Rückseitenfolie. Das ist ein starkes Argument in landwirtschaftlicher oder küstennaher Umgebung, und die Produktgarantien sind oft länger.

Ja, eine Schicht frischer Schnee am Boden reflektiert bis zu 80 % der Strahlung. Bei einer aufgeständerten Anlage in Höhenlage kann der winterliche Mehrertrag 20 % erreichen.

Wie dieser Ratgeber erstellt wird

Quellen
Pronovo für die Einmalvergütung, Bundesamt für Energie für die Einstrahlung, Rückspeisevergütungen der Netzbetreiber, Preise aus Offerten von Schweizer Installateuren.
Zahlen
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