Das Wort Ertrag umfasst zwei verschiedene Dinge, und wer sie verwechselt, vergleicht Offerten, die nichts miteinander zu tun haben.
Modulertrag, Anlagenproduktion
Der Modulertrag ist der Anteil der Sonnenstrahlung, den das Modul in Strom umwandelt: heute zwischen 20 und 23 % bei gängigen Modellen. Er bestimmt die Leistung pro Quadratmeter und damit die Anzahl der benötigten Module, sagt aber nichts darüber aus, wie viel Ihr Dach tatsächlich produzieren wird.
Die Jahresproduktion wird in Kilowattstunden pro installiertem Kilowatt-Peak gemessen. In der Schweiz liegt sie zwischen 950 kWh auf dem Mittelland und 1 300 kWh im Wallis, bei einem gut ausgerichteten Dach ohne Verschattung. Dieser Wert ist entscheidend für die Rentabilitätsberechnung.
Production selon l'orientation du toit
Un toit est-ouest produit moins au total mais étale sa production sur la journée, ce qui augmente souvent la part autoconsommée.
Die Ausrichtung: der sichtbarste Parameter
| Ausrichtung | Relative Produktion | Einfluss auf den Eigenverbrauch |
|---|---|---|
| Volle Südausrichtung | 100 % | Ausgeprägter Spitzenwert am Mittag |
| Südost oder Südwest | 95 % | Leicht verschobener Spitzenwert |
| Ost-West | 85 % | Verteilte Produktion, oft besser eigenverbraucht |
| Nord | 60 % | Im Einzelfall zu prüfen |
Das Gegenintuititive verdient Betonung: Ein Ost-West-Dach produziert insgesamt weniger, verteilt seine Produktion aber auf den Morgen und den späten Nachmittag, was den tatsächlich eigenverbrauchten Anteil erhöht. Da eine eigenverbrauchte Kilowattstunde etwa dreimal so viel wert ist wie eine eingespeiste, kann die Gesamtrentabilität vergleichbar sein. Der Mechanismus wird auf unserer Seite Eigenverbrauch Solarstrom ausführlich erklärt.
L'inclinaison compte moins qu'on ne le croit
Entre 10 et 50 degrés, l'écart reste inférieur à 6 %. Un toit peu pentu ne disqualifie pas un projet, contrairement à une orientation plein nord.
Die Neigung
Das Schweizer Optimum liegt zwischen 30 und 35 Grad. Zwischen 20 und 45 Grad bleibt der Verlust unter 5 %, was die grosse Mehrheit der Schweizer Dächer abdeckt. Auf einem Flachdach erfolgt die Montage auf Ballastwannen, oft in Ost-West-Ausrichtung mit geringer Neigung, wodurch sich die Module verdichten lassen, ohne sich gegenseitig zu verschatten.
Une ombre ne coûte pas le même prix selon l'électronique
Si une cheminée, un arbre ou un pan de toit projette une ombre en cours de journée, les optimiseurs se rentabilisent vite. Sans ombrage, ils n'apportent rien.

Die Verschattung: der stille Ertragskiller
Ein Baum, ein Kamin oder ein Nachbargebäude kann mehrere Hundert Kilowattstunden pro Jahr kosten. Bei einer klassischen Reihenschaltung zieht ein verschattetes Modul die gesamte Kette nach unten. Leistungsoptimierer auf Modulebene begrenzen den Schaden, beseitigen ihn aber nicht vollständig, und sie kosten zwischen 60 und 120 Franken pro Modul.
Wichtig bei der Planung. Verlangen Sie eine Verschattungsanalyse über das ganze Jahr, nicht nur ein Foto vom Mittag im Juni. Eine Tanne, die im Sommer nicht stört, kann die Produktion von November bis Februar stark einschränken, wenn jede Kilowattstunde besonders zählt.
Le froid fait mieux produire un panneau
Un panneau perd environ 0,35 % de rendement par degré au-dessus de 25 °C. Une belle journée de mars produit souvent mieux qu'un après-midi caniculaire.
Die Temperatur: entgegen der gängigen Meinung
Photovoltaikzellen verlieren etwa 0,3 bis 0,4 % Leistung pro Grad über 25 Grad. Ein Hitzetag mit 35 Grad kostet also 3 bis 4 % gegenüber den Testbedingungen. Umgekehrt liefert ein schöner, kalter und sonniger Märztag oft Produktionsspitzen, die über denen im Juli liegen. Schnee rutscht bei geneigtem Dach von selbst ab und stellt nur bei Flachdächern ein Problem dar.
Häufige Fragen
Gängige Wohnmodule erreichen einen Wirkungsgrad von 20 bis 23 %. Dieser Wert bestimmt die Leistung pro Quadratmeter, aber die Jahresproduktion hängt vor allem von der Ausrichtung, der Neigung und der lokalen Sonneneinstrahlung ab.
Ja. Es produziert rund 85 % dessen, was eine volle Südausrichtung ergeben würde, verteilt die Produktion aber über den Tag, was den Eigenverbrauchsanteil erhöht. Da der Eigenverbrauch etwa dreimal so viel wert ist wie die Einspeisung, ist die Gesamtrentabilität oft vergleichbar.
Ein gut ausgerichtetes Modul mit 430 Wp produziert je nach Region zwischen 400 und 560 kWh pro Jahr, also etwa 1 000 bis 1 300 kWh pro installiertem Kilowatt-Peak. Das Wallis und das Tessin liegen am oberen Ende, das Mittelland am unteren.
Ja, mehr als man denkt, weil ein verschattetes Modul seine gesamte Kette beeinträchtigt. Eine Verschattungsanalyse über das ganze Jahr gehört zu einer seriösen Planung, und bei unvermeidbarer Verschattung können Leistungsoptimierer eingesetzt werden.
Wie dieser Ratgeber erstellt wird
- Quellen
- Pronovo für die Einmalvergütung, Bundesamt für Energie für die Einstrahlung, Rückspeisevergütungen der Netzbetreiber, Preise aus Offerten von Schweizer Installateuren.
- Zahlen
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