Die Dimensionierung einer Photovoltaikanlage erfordert weder Software noch Tabellenkalkulation. Vier Angaben genügen für eine zuverlässige Grössenordnung mit 10 % Genauigkeit.
Le module standard du résidentiel suisse
Ces dimensions servent à tout : compter les modules qui tiennent sur un pan, estimer la puissance possible et vérifier qu'un devis est cohérent.
Die vier Schritte
- Lesen Sie Ihren Jahresverbrauch in kWh ab, angegeben auf Ihrer Stromrechnung. Ein Schweizer Haushalt verbraucht 3 500 bis 5 000 kWh, 8 000 bis 14 000 kWh mit einer Wärmepumpe, bis zu 18 000 kWh zusätzlich mit einem Elektroauto.
- Rechnen Sie 20 % Marge hinzu für Systemverluste und die Entwicklung Ihres Verbrauchs.
- Teilen Sie durch den Ertrag Ihres Kantons, angegeben in kWh pro kWp und Jahr.
- Multiplizieren Sie die errechnete Leistung mit 5, um die benötigte Dachfläche in m² zu erhalten.
Ce qu'un même kilowatt-crête produit selon le canton
Un toit valaisan produit environ un quart de plus qu'un toit jurassien avec exactement le même matériel. Le rendement se joue d'abord sur la carte.
Der Ertrag in Ihrem Kanton
| Kanton | kWh pro kWp und Jahr |
|---|---|
| Wallis | 1 280 |
| Tessin | 1 250 |
| Genf | 1 150 |
| Waadt | 1 120 |
| Freiburg | 1 060 |
| Neuenburg | 1 050 |
| Jura | 1 040 |
Diese Werte gelten für ein Dach nach Süden mit 30 Grad Neigung ohne Verschattung. Korrigieren Sie je nach Ausrichtung: 0,95 für Südost oder Südwest, 0,85 für Ost-West, 0,62 für Nord.

Ein vollständiges Beispiel
Haus in Yverdon, Wärmepumpe, 9 000 kWh pro Jahr, Dach nach Südwesten.
9 000 × 1,20 = 10 800 kWh zu erzeugen.
Ertrag Waadt 1 120 × 0,95 für Südwest = 1 064 kWh pro kWp.
10 800 ÷ 1 064 = 10,2 kWp, also 23 Module mit 440 Wp.
Benötigte Fläche: 10,2 × 5 = 51 m² nutzbare Dachfläche.
Production mois par mois en Suisse romande
Près de 70 % de la production annuelle tombe entre avril et septembre. C'est cette saisonnalité qui rend l'autonomie totale illusoire sous nos latitudes.
Häufige Rechenfehler
- Von der Dachfläche ausgehen statt vom Verbrauch. Am Ende verkauft man für 10 Rappen ins Netz, was man für 2 400 Franken pro kWp produzieren lässt.
- Zukünftige Vorhaben vergessen. Ein Elektroauto bringt 2 000 bis 3 500 kWh pro Jahr hinzu, eine Wärmepumpe 3 000 bis 6 000 kWh.
- Verschattung ignorieren. Ein Kamin oder ein Baum kann 10 bis 20 % Ertragsverlust verursachen, siehe Ertrag eines Solarpanels.
- Leistung mit Produktion verwechseln. 10 kWp sind nicht 10 000 kWh, sondern etwa 11 000 kWh in der Waadt und 12 800 kWh im Wallis.
Häufige Fragen
Die Wohnfläche spielt bei der Berechnung keine Rolle. Entscheidend ist der Jahresverbrauch. Ein Haus mit 150 m² ohne Wärmepumpe benötigt typischerweise 4 bis 6 kWp, mit Wärmepumpe 8 bis 12 kWp.
Nein, das ist in der Schweiz weder erreichbar noch rentabel. Die Winterproduktion deckt nur einen Bruchteil des Bedarfs im Dezember und Januar. Das Netz bleibt der beste saisonale Speicher.
Teilen Sie die Leistung durch die Einzelleistung des Moduls. Mit Modulen von 440 Wp entsprechen 10 kWp 23 Modulen, also etwa 46 m² Modulfläche und 50 bis 55 m² Dachfläche.
Die Leistung der Panels ändert sich nicht. Die Batterie erzeugt nichts, sie verschiebt den Verbrauch zeitlich. Sie wird separat dimensioniert, basierend auf dem Abendverbrauch.
Wie dieser Ratgeber erstellt wird
- Quellen
- Pronovo für die Einmalvergütung, Bundesamt für Energie für die Einstrahlung, Rückspeisevergütungen der Netzbetreiber, Preise aus Offerten von Schweizer Installateuren.
- Zahlen
- Grössenordnungen 2026 für die Schweiz. Gerundet, indikativ, ohne Vertragswert. Nur eine Vor-Ort-Studie verpflichtet einen Fachbetrieb.
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