Der Solarthermie-Kollektor erwärmt Wasser. Das Photovoltaik-Modul erzeugt Strom. Ihre Bruttowirkungsgrade zu vergleichen ergibt keinen Sinn - man muss vergleichen, was sie tatsächlich einbringen.
Zwei Technologien, zwei Einsatzgebiete
Der Solarthermie-Kollektor lässt ein Fluid zirkulieren, das die Wärme der Sonnenstrahlung aufnimmt und an einen Warmwasserspeicher überträgt. Sein Umwandlungswirkungsgrad ist hoch, in der Grössenordnung von 60 bis 75 %, aber er produziert ausschliesslich Wärme, die nur für Warmwasser und gelegentlich die Heizungsunterstützung nutzbar ist.
Das Photovoltaik-Modul wandelt 20 bis 23 % der Sonnenstrahlung in Strom um, aber dieser Strom ist universell einsetzbar: Wasser über einen gesteuerten Elektroboiler erwärmen, eine Wärmepumpe betreiben, ein Elektroauto laden, das Haus versorgen oder den Strom einspeisen.
Rendement contre gain réel
Comparer les rendements de conversion n'a pas de sens : les deux technologies ne produisent pas la même chose.
Der Vergleich, für ein Schweizer Einfamilienhaus
| Kriterium | Solarthermie | Photovoltaik |
|---|---|---|
| Benötigte Fläche | 4 bis 6 m² | 40 m² für 8 kWp |
| Installierte Kosten | 8 000 bis 14 000 CHF | ca. 19 200 CHF |
| Was abgedeckt wird | 50 bis 65 % des Warmwassers | Warmwasser, Strom, Mobilität |
| Jährlicher Ertrag | 350 bis 600 CHF | ca. 1 530 CHF |
| Förderung | kantonale Beiträge je nach Kanton | Einmalvergütung des Bundes |
| Wartung | Druckkreislauf, Glykol-Kontrolle | praktisch keine |
Production mois par mois en Suisse romande
Près de 70 % de la production annuelle tombe entre avril et septembre. C'est cette saisonnalité qui rend l'autonomie totale illusoire sous nos latitudes.
Warum Solarthermie an Bedeutung verloren hat
Drei Entwicklungen erklären den Wandel. Der Preis für Photovoltaik ist stark gesunken, was ihren grössten Nachteil beseitigt hat. Die Wärmepumpe hat sich durchgesetzt und macht Strom deutlich nützlicher als Wärme allein. Und Solarthermie bleibt ein hydraulischer Kreislauf unter Druck, mit einem Wärmeträgermedium, das kontrolliert werden muss, einer Regelung, die gewartet werden muss - also einem realen Wartungsaufwand, den Photovoltaik nicht hat.
Die Kurzformel. Ein Elektroboiler, der mit dem Photovoltaik-Überschuss gesteuert wird, leistet im Wesentlichen dasselbe wie ein Solarthermie-Kollektor - mit Material, das Sie bereits haben, und ohne zusätzlichen Kreislauf.
Wann Solarthermie noch sinnvoll ist
- Sehr hoher Warmwasserverbrauch bei begrenzter Dachfläche, typischerweise in einem Mehrfamilienhaus oder einer Gemeinschaftseinrichtung.
- Zu kleines Dach für eine sinnvolle Photovoltaikanlage, wo wenige Quadratmeter den maximalen Energieertrag bringen müssen.
- Bestehende Anlage in gutem Zustand, die abzubauen unsinnig wäre.

Und die Hybridmodule
Hybridmodule erzeugen Strom und nutzen die Wärme auf der Rückseite, was die Zellen kühlt und ihren Ertrag leicht verbessert. Auf dem Papier klingt das überzeugend. In der Praxis bleiben die Mehrkosten hoch, der Markt ist eng und der Kundendienst weniger etabliert. Für ein Einfamilienhaus bleibt die Kombination Photovoltaik plus gesteuerter Boiler einfacher und günstiger. Das Prinzip wird auf der Seite Eigenverbrauch von Solarstrom erklärt.
Häufige Fragen
Der Solarthermie-Kollektor erzeugt Wärme für das Warmwasser, das Photovoltaik-Modul erzeugt Strom für alle Anwendungen im Gebäude. Es sind zwei unterschiedliche Technologien, keine zwei Varianten desselben Produkts.
Ihr Umwandlungswirkungsgrad ist deutlich höher, 60 bis 75 % gegenüber 20 bis 23 %, aber sie produziert ausschliesslich Wärme. Auf den tatsächlichen Ertrag der Anlage bezogen, ist Photovoltaik heute in den meisten Schweizer Einfamilienhäusern die attraktivere Lösung.
Ja, indem man den Elektroboiler mit dem Solarüberschuss steuert. Das ist heute die einfachste Lösung: Sie nutzt einen Boiler, den Sie bereits haben, und vermeidet einen zusätzlichen hydraulischen Kreislauf mit Wartungsaufwand.
Sie kombinieren beide Funktionen und verbessern den elektrischen Ertrag leicht durch Kühlung der Zellen, aber die Mehrkosten bleiben hoch und der Markt ist eng. Für ein Einfamilienhaus bleibt Photovoltaik plus gesteuerter Boiler die einfachere Lösung.
Wie dieser Ratgeber erstellt wird
- Quellen
- Pronovo für die Einmalvergütung, Bundesamt für Energie für die Einstrahlung, Rückspeisevergütungen der Netzbetreiber, Preise aus Offerten von Schweizer Installateuren.
- Zahlen
- Grössenordnungen 2026 für die Schweiz. Gerundet, indikativ, ohne Vertragswert. Nur eine Vor-Ort-Studie verpflichtet einen Fachbetrieb.
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